Machbarkeitsstudien

Oderwald Sozial

 

ergebnisoffene Entwicklungsstudie

  

 

Klostergut Heiningen und die SOLAWI 

In der größeren Umgebung gibt es verschiedene Betriebe die mit der SOLAWI (solidarische Landwirtschaft) arbeiten. Wir wünschen uns auf dem Klostergut auch so eine Entwicklung. Dazu brauchen wir Helfer und Menschen die Mitglieder einer solchen Landwirtschaftsgemeinschaft werden wollen.

Kleine Beteiligungs-Projekte haben wir aktuell mit der Vergabe von Kälberpartenschaften und den Ziegengenussscheinen.

Eine andere laufende Initiative sind die Marktplätze im Landkreis Wolfenbüttel die ähnlich der SOLAWI Verteilstellen für regionale Lebensmittel braucht.

Der Hof verfügt zur Zeit über eine Fläche von 1,5 ha die sich für Gartenbau eignet.

Wie das alles zu einer starken Gemeinschaft zusammen wachsen kann ist eine Entwicklungsarbeit die wir gern mit Ihnen gemeinsam machen möchten.

 

Die ökonomischen Verhältnisse in der Welt spitzen sich zu. Bauern, besonders die biologisch-dynamischen, sind davon stark betroffen. Landwirte, die die Ausgangsstoffe für unsere Nahrung, ohne Veredelung oder Direktvermarktung erzeugen und absetzen, können heute selbst bei sehr niedrigen Kosten und hohen Erträgen ihre Kosten nicht erwirtschaften. Der Aufwand, der durch den pfleglichen Umgang mit der Natur z. B. durch den Einsatz der Präparate, für die Produktion von Milch und Fleisch von Horn tragenden Rindern und zusätzlich durch Richtlinien Umstellungszeiten d.h. Verwaltung entsteht, wird nicht durch die Marktpreise gedeckt. Trotz dieser Probleme wirtschaften viele Bauern weiterhin biologisch-dynamisch, obwohl sie durch die erlösten Preise nicht in die Lage versetzt werden, die gleichen Produkte im folgenden Jahr wieder produzieren zu können.

Jetzt haben die „big Player" der Lebensmittelbranche den Bio-Markt entdeckt. Verstärkt geraten im Zuge dieser Entwicklung auch Verarbeiter und Händler unter zu starken wirtschaftlichen Druck. Denn, wie schon bekannt ist, können die großen Handelsketten Bioprodukte zu weitaus günstigeren Preisen anbieten als die klassischen Biohändler und Großhändler.

Die Dramatik der Situation ist neu und birgt große Risiken, aber auch Chancen. Fordert sie uns doch dazu auf, die Konsumenten als wichtigen (echten) Partner stärker an den Prozessen zwischen Erzeugung, Verarbeitung und Handel teilhaben zu lassen? Liegt nicht in dem Versuch, die Wertschöpfungskette vom Erzeuger über den Verarbeiter und Händler bis zum Konsumenten bewusster zu gestalten, die Möglichkeit dem gnadenlosen Kampf um Preise und Marktanteile entgegenzuwirken? Vor 100 Jahren hat Rudolf Steiner die Soziale Dreigliederung begründet. Schon damals wies er daraufhin, dass Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben durch Assoziationen von Verbrauchern, Händlern, Verarbeitern und Produzenten in einem freien Markt gerechte Preise, so wie eine gerechte Güterverteilung ermöglichen sollen. Bis heute ist es uns trotz mancher Versuche nicht gelungen, eine alle Marktpartner einbeziehende Zusammenarbeit auf Augenhöhe, aufzubauen. Was sind die Gründe dafür? Wo liegen die Hemmnisse und wie können wir sie aus dem Weg räumen?

Wie kann Assoziation verbindlich und konkret funktionieren?