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Klostergut Heiningen  
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Lebensraum - Mehrgenerationenhof
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In diese Welt geboren werden, Kind sein, groß werden, erwachsen werden, mit oder ohne Kinder leben, zusammen oder allein sein, alt werden, glücklich sein im Alter, ja glücklich sein in allen Phasen des Lebens.
Bei Gründung einer Familie Erwerb eines Hauses und ähnlichen großen Entscheidungen legt man Entwicklungen fest.
Die Sicherheiten eines Familiengefüges wie vor 100 Jahren gibt es heute nicht mehr. Finanzinstitute sind nicht nur unsichere Geschäftspartner sondern verlangen vom Kunden eine ungewohnte Offenheit und möglichst risikofreie Startbedingungen. Die Arbeitswelt verspricht selten Langfristigkeit.

Haus1. Zu sehen ist eine große Treppe die nach oben führt

Langfristige Entscheidungen sind entsprechend schwierig zu treffen. Eine Gemeinschaft kann familiäre Strukturen unterstützen, das Nutzen von Wohnraum zu lebendigem Lebensraum erweitern, oder Raum bieten für gesellschaftliche oder politische Auseinandersetzung.

Natürlich ist auch das Klostergut Heiningen nicht eine Insel, die auf alle Unsicherheiten eine positivere Antwort parat hat. Auch eine funktionstüchtige Gemeinschaft, sozusagen zum Einkaufen, kann hier nicht angeboten werden.
Der Versuch des Lebens in Wohngemeinschaft als einer Art Großfamilie gelang auf dem Klostergut Heiningen in den 90er Jahren, hatte aber damals noch keinen langfristigen Bestand.
Seither sind verschiedene Initiativen wirksam geworden:

   - Milchviehhaltung mit großen Grünlandflächen            als Demeterbetrieb
   - Käserei und rein biologische Fleischverarbeitung
   - Hofladen und Marktstand
   - Regionalvermarktung bei diversen                             Wiederverkäufern
   - Forstbetrieb im Oderwald und Ruheforst als            eine wunderschöne Bestattungsform
   - Holz und Baubetriebe

Haus2. Zu sehen ist eine Ecke mit Dachbalkenverstrebungen

Dazu gibt es Wohnraum und Werkstätten, Ställe für Tiere (zB.Pferde) und jede Menge Gelände. Umrahmt mit der Gutsmauer lässt es sich hier spielen, ohne das Eltern Angst haben müssen, dass der Horizont schnell zu weit wird.
Park, Gartenland und Obstbäume, Tiere, Maschinen und Werkstätten sind für manche praktische Arbeit gut, die man auch bis ins hohe Alter gern übernimmt. Es gibt Räume zum Feiern und um Kultur zu erleben oder selbst zu erarbeiten.

Selbst organisieren muss jeder dennoch seinen eigenen Haushalt und alles was zum Leben gehört. Die gute Nachbarschaft, die das Gefühl einer Gemeinschaft ermöglicht gehört zu den positiven Übungsfeldern des Hofes. Hilfe oder Pflege sind möglich zu vereinbaren. Barrierefreie Wohngelegenheiten können eingerichtet werden.

 
 

 

 
 
   
   
Kinder die auf einem großen Strohhaufen spielen

Gemeinschaftliche Begegnungsräume braucht es nicht extra, da der Hof mit dem Park, den Hallen, dem Hofladen und seiner natürlichen Offenheit davon reichlich anbietet.
Natürlichen Begegnungsräume sind auch die Arbeitsplätze der Menschen die auf dem Hof, im Garten oder in den Werkstätten arbeiten.

Mehrgenerationenhof als Name allein reicht aber noch nicht um Begegnung und Entwicklung mit diesem Hof aktiv anzustreben. Deswegen soll hier der Versuch gestartet werden zusammenzutragen unter welchen Bedingungen das Wohnen und sich Beteiligen auf dem Klostergut möglich ist.

Ja, Besuch wird auf dem Klostergut Heiningen gern gesehen, aber Besuch der nicht mitmacht kann zuweilen ganz schön stören. Es gibt deshalb Praktikumsplätze , Lehrstellen aber auch die einfache Mitarbeit auf Bewerbung und Zusage. Dazu natürlich privaten Besuch, Gäste zu Veranstaltungen und unsere liebe Kundschaft.

Die einfachste Form dazu zu gehören ist das Mieten von zuweilen frei werdendem Wohnraum. Ein normaler Mietvertrag mit Rechten und Pflichten wie man es kennt.
Verbindlicher wird das Wohnen auf dem Klostergut Heiningen durch Erwerb von Eigentum.

Haus3. Zu sehen ist ein Raum, der wohl als Künstlerwerkstatt genutzt wurde, denn es steht eine Skulptur auf einem Arbeitstisch

Mit Eigentumserwerb bedarf es einer Vereinbarung die trotz aller guten Vorbedingungen einen Ausstieg möglich macht. Diese beinhaltet die Rückübertragung des Eigentums und die Rückzahlung des Kaufpreises in Raten. Die Vereinbarung legt auch einen Zeitraum fest in dem die Rückübertragung ausgeschlossen wird. Eine Übertragung von Eigentum an Dritte ist nicht vorgesehen, wohl aber die Erbschaft durch Tod. Für die Erben gilt die Vereinbarung dann entsprechend.
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Neben dem Kauf von Wohneigentum oder dem Eigentum an Gewerbefläche um darauf zu arbeiten gibt es auch die Möglichkeit ein Erbbaurecht für entsprechende Flächen und Räume einzurichten.
Das Erbbaurecht ermöglicht auch finanzschwächeren Mitmenschen einen schnellen Einstieg in belastbaren Besitz. Die Rückübertragungsvereinbarung ähnelt der des gekauften Eigentums.

Alle rechtlichen Vereinbarungen verfolgen den Zweck, die bislang weitgehend geschlossene Hofanlage als Ensemble zu erhalten und Spekulation vom Klostergut Heiningen fernzuhalten. Ein starkes gegenseitiges Vertrauen kann uns voranbringen. Windige Finanzgeschäfte und unklare rechtliche Bedingungen sind nicht akzeptabel. In einem Klima vertrauensvoller Entwicklung können rechtliche Bedingungen den Erfordernissen angepasst werden.
In dem Sinne ist die aktuell im Eigentum von Familie Degener geführte Hofanlage nicht am Ende möglicher Rechtsformen für eine Trägergesellschaft.