Der Wald rings um den Ruheforst wird im Sinne einer nachhaltigen Nutzung bewirtschaftet. Die Pflege des Waldes erfolgt nach den Standarts der paneuropäischen Forstzertifizierung PEFC. Dies bedeutet:
- Verzicht auf Kahlschläge
- Natürliche Verjüngung standortgerechter Baumarten
- Erhaltung von Horst- und Höhlenbäumen
- Verzicht auf Chemie im Wald
- Förderung der Artenvielfalt
Zum Schutz der verpachteten Ruhebiotope können vorsichtige pflegerische Maßnahmen durchgeführt werden.
Korea vom Konfuzianismus geprägt, mit nur 26% Buddhisten und Christen, hat durch die tradierte Bestattungsform ein Problem. Zum Schutz der natürlichen Resourcen wird jetzt nach neuen Wege gesucht, die Kremierung der Verstorbenen nimmt zu.
Das Konzept von RuheForst kommt dem Wunsch nach einer würdevolle Beisetzung und ´ewigem` Verbleiben der Toten an ihrem Bestattungsplatz nach, als auch dem Bedürfnis des Gedenkens durch die deutliche Kennzeichnung des Ortes, an dem der Verstorbene ruht. Die Unverwechselbarkeit jedes einzelnen Baumes ermöglicht bereits bei der Auswahl des Bestattungsplatzes das persönliche Gefühl des ´richigen´ Ortes. Susanne Degener erklärte den Besuchern, wie langjährig im RuheForst für die Hinterbliebenen die Wiederauffindbarkeit ihrer lieben Verstorbenen gewährleistet wird. Obwohl die Kulturkreise so unterschiedlich geprägt sind, sind doch die Bedürfnisse gleich. Abschied, Tod und Trauer sind universell Fragen im Leben eines jeden Menschen, überall und zu allen Zeiten hat es unterschiedliche Bestattungsrituale gegeben. Die Bestattungsform im RuheForst ist heute für viele Menschen eine gute Möglichkeit, sich ihrer Lieben zu erinnern.
Die Führung endete nach 2 Stunden mit einer Tasse Kaffee am stimmungsvollen Andachtplatz. Von dort ging die Exkursion der ausländischen Gäste zur LIGNA nach Hannover als weitere Station der Reise.
Susanne Degener
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