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Klostergut Heiningen  
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Ruheforst Vorharz Klostergut Heiningen
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Inmitten des herrlichen Oderwaldes liegt der Ruheforst Vorharz Klostergut Heiningen und bietet Menschen einen einzigartigen Platz der letzten Ruhe. In dem idyllischen Waldgebiet befinden sich zahlreiche Ruhebiotope. Diese Flächen, durch einen nummerierten Baum gekennzeichnet, werden als letzte Ruhestätte ausgewählt und sind leicht wiederzufinden. Hier können Einzelpersonen, Familien oder sich im Leben nahestehende Personen beigesetzt werden, auch eine namentliche Kennzeichnung ist möglich. Trauerzeremonien können individuell gestaltet werden.
Ruhebiotope benötigen keine Pflege, da sie Teil des natürlichen Waldes sind. Naturverbundene Menschen können für sich bereits zu Lebzeiten einen Baum aussuchen und diesen damit für bis zu 99 Jahren unter Schutz stellen. Der Baum kann so schon im Leben zu einem wichtigen Bezugspunkt werden.
 

Während einer kostenlosen Waldführung haben Sie die Möglichkeit, sich näher über diese Bestattungsform und die Waldbewirtschaftung informieren.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
Ruhforst Vorharz Klostergut Heiningen Tel:05334/7370 oder Fax: 05334/7367
Email info@ruheforst-vorharz.de
Internet: www.ruheforst-vorharz.de

Forstbeamte aus Korea zu Gast im RuheForst Vorharz
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Am 31.05.2011 steuerte die Delegation von Forstbeamten auf ihrer fachbezogenen Informationsreise quer durch Europa hier in Norddeutschland den RuheForst Vorharz an. Sie wurde begleitet von einem Dolmetscher und einem Journalisten der Jeon-Nan Tageszeitung aus Kwangju-City.

Der Distrikt Kwangju im Süden von Korea ist vor den Kriegen zu 2/3 bewaldet gewesen, mit ähnlichen Baumarten wie in unserem laubwaldgeprägten Oderwald, so daß sich das forstliche Vorgehen vergleichen lässt. Bei der Exkursion wurden Fragen erörtert, welche Maßnahmen eine gesunde, vielschichtige Pflanzenstuktur hervorrufen und langfristig stabilisieren. Waldeigentümer Andreas Degener erläuterte den Fachbesuchern an mehreren Stationen in seinem Wald die Forstentwicklung bei nachhaltigem Wirtschaften im naturgemäßen Waldbau. Unterschiedliche Entwicklungsstadien der Waldvegetation, ihrer Beförderung und der erforderlichen forstlichen Praxis wurden lebhaft erfragt und diskutiert.

Der zweite Teil der Begehung führte in den eigentlichen RuheForst. Aus folgendem Grund ist die Waldbestattung für Korea ins Blickfeld gerückt: Bislang wurden die Verstorbenen in Korea zu ihrem Schutz und ihrer Würdigung unter großen Erdhügeln begraben, die, mit Rasen überzogen, imposante Zeugen der Ahnen sind.
 

 
 




 



Der Wald rings um den Ruheforst wird im Sinne einer nachhaltigen Nutzung bewirtschaftet. Die Pflege des Waldes erfolgt nach den Standarts der paneuropäischen Forstzertifizierung PEFC. Dies bedeutet:
- Verzicht auf Kahlschläge
- Natürliche Verjüngung standortgerechter Baumarten
- Erhaltung von Horst- und Höhlenbäumen
- Verzicht auf Chemie im Wald
- Förderung der Artenvielfalt
Zum Schutz der verpachteten Ruhebiotope können vorsichtige pflegerische Maßnahmen durchgeführt werden.












Korea vom Konfuzianismus geprägt, mit nur 26% Buddhisten und Christen, hat durch die tradierte Bestattungsform ein Problem. Zum Schutz der natürlichen Resourcen wird jetzt nach neuen Wege gesucht, die Kremierung der Verstorbenen nimmt zu. Das Konzept von RuheForst kommt dem Wunsch nach einer würdevolle Beisetzung und ´ewigem` Verbleiben der Toten an ihrem Bestattungsplatz nach, als auch dem Bedürfnis des Gedenkens durch die deutliche Kennzeichnung des Ortes, an dem der Verstorbene ruht. Die Unverwechselbarkeit jedes einzelnen Baumes ermöglicht bereits bei der Auswahl des Bestattungsplatzes das persönliche Gefühl des ´richigen´ Ortes. Susanne Degener erklärte den Besuchern, wie langjährig im RuheForst für die Hinterbliebenen die Wiederauffindbarkeit ihrer lieben Verstorbenen gewährleistet wird. Obwohl die Kulturkreise so unterschiedlich geprägt sind, sind doch die Bedürfnisse gleich. Abschied, Tod und Trauer sind universell Fragen im Leben eines jeden Menschen, überall und zu allen Zeiten hat es unterschiedliche Bestattungsrituale gegeben. Die Bestattungsform im RuheForst ist heute für viele Menschen eine gute Möglichkeit, sich ihrer Lieben zu erinnern. Die Führung endete nach 2 Stunden mit einer Tasse Kaffee am stimmungsvollen Andachtplatz. Von dort ging die Exkursion der ausländischen Gäste zur LIGNA nach Hannover als weitere Station der Reise.

Susanne Degener